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Erstausgabe: Erschienen im Pop Verlag, Stuttgart, 2007, ISBN 978-3937139364
Über das Buch: Der historische Vlad war ein Kriegsherr im Kampf gegen die Türkenvorherrschaft auf dem Balkan und wurde 1431 im siebenbürgischen Schäßburg geboren, dem Geburtsort von Schlesak. Vlad trug den Beinamen 'der Pfähler', denn seine Feinde wurden zur Strafe gnadenlos gepfählt; er war kein Blutsauger oder Vampir, so Dieter Schlesak, sondern der rumänische Iwan der Schreckliche. Vlad ließ zum Beispiel auf einmal 4000 Türken pfählen, zur Abschreckung stand da ein ganzer Wald von Gemarterten in der Landschaft. Ebenso drastisch beschreibt Schlesak, wie sadomasochistisch Vlad Frauen pfählen ließ. Von allen Seiten wurde der Kriegsherr verraten, von den Siebenbürger Sachsen ebenso wie vom ungarischen König. Nur seine Frau Eupraxia hielt zu ihm und nahm sich das Leben, weil ihr fälschlich berichtet wurde, Vlad sei im Kampf gefallen. Entstanden ist daraus ein Roman über Verrat und Liebe. Die historische Korrektur entblößt einen viel grausameren Dracula, als wir ihn aus der Romantisierung von Bram Stoker aus dem Jahr 1897 kennen. Schlesak betont neben der Grausamkeit der historischen Figur zwei herausragende Eigenschaften: Vlad habe den Partisanenkrieg im Kampf gegen die Türken erfunden und die psychologische Kriegsführung durch Abschreckung:. Eine auf kaum vorstellbarer Brutalität basierende Ordnung. Dieter Schlesak beschreibt dieses Herrscherleben im 15. Jahrhundert mit großer Suggestivkraft, fängt atmosphärisch dicht die Zeitstimmung ein und baut geschickt die historischen Quellen in seinen Romanfluß ein. Nun wissen wir, wer Dracula wirklich war, und wer starke Nerven hat, dem sei dieser Roman empfohlen. Übrigens, als das Grab des historischen Vlad geöffnet wurde, da war es leer. |
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11.03. 20h, Stadtbibliothek Ludwigsburg; Wilhelmstr. 9/1, 71638 Ludwigsburg, 07141 9102542 12.03, 19h. Museum für Europäische Kulturen, Berlin Dahlem, Im Winkel 6/8, 14195 Berlin. Tel 030-83901-268. Vorweg wird der Film "Nach Bistritz" vorgeführt. 13.03. 16h. Buchmesse Leipzig, "Leipzig liest", Forum, Halle 4, Stand D, 107. |